Das Grünland – Kurzversion

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Kurztext Grünland

Das Grünland

Östlich Ihres Standortes sehen Sie bis zur Leine hin eine große Grünfläche. Hierbei handelt es sich um mesophiles Grasland. Das heißt, es wird von Tier- und Pflanzenarten dominiert, die mittlere Feuchtigkeits- und Temperaturverhältnisse bevorzugen. Hauptgrasart ist der Gewöhnliche Glatthafer. Werden Glatthaferwiesen nur in geringem Umfang, also extensiv genutzt und z.B. nur einmal im Jahr gemäht, können sich viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten ansiedeln.

Diese Form des artenreichen Grünlands ist jedoch selten geworden, da Grünland heutzutage immer intensiver bewirtschaftet wird. Durch Einsatz von Düngemitteln kann es bis zu 4mal im Jahr gemäht werden und liefert somit mehr Gras, das hauptsächlich als Viehfutter dient. Viele Flächen wurden zudem aufgrund hoher Preise für Ackerkulturen wie z.B. Mais umgebrochen und in Ackerland umgewandelt.

Dabei ist das extensiv genutzte Grünland nicht nur für den Erhalt der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren wichtig, sondern für den gesamten Naturhaushalt. So wird u.a. der Eintrag von Pflanzenschutz- und Düngemitteln in das Grundwasser reduziert. Der Boden speichert vergleichsweise viel Kohlenstoff in Form von fruchtbarem Humus und leistet damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Die bessere Durchwurzelung des Grünlands schützt den Boden zusätzlich vor Erosion. Bei Niederschlägen kann Grünland zudem deutlich mehr Wasser aufnehmen als Ackerland, was es zu einer wichtigen Komponente beim Hochwasserschutz macht.

Ebenfalls östlich Ihres Standorts liegen zwei kleine Teiche, die von Weiden- und Erlenbäumen umwachsen sind. Hier finden sich auch Rohrkolbenbestände, in denen von Mai bis Juli/August die Raupe der Rohrkolbeneule, einer Eulenschmetterlingsart, lebt. In das Bett der Leine, die hinter den Teichen fließt, wurden Querriegel in Form von Sohlschwellen in den Flusslauf eingebaut. Die Sohlschwellen verringern das Gefälle der Flusssohle, verhindern deren Erosion und bewirken eine Sauerstoffanreicherung des Wassers.