Die Godehardbrücke – Kurzversion

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Kurztext Godehardbrücke

Die Godehardbrücke

Nördlich Ihres Standortes überquert die Godehardbrücke die Leine. Südlich dieses Bauwerks weist das Flussbett einen reich gegliederten Verlauf auf, während die Leine nördlich davon durch ihr gerades und strukturarmes Hochwasserbett fließt. Ebenfalls nördlich der Brücke mündet auch der Leinekanal, der zur Entwässerung des Stadtgebietes von Göttingen dient, in die Leine.

Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder zu Überschwemmungen im Stadtgebiet Göttingens kam, wenn die Leine Hochwasser führte, wurden zwischen 2001 und 2013 umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt. Dabei wurden u.a. die schon vorhandenen Deiche erhöht und Schutzmauern errichtet.

Als Ausgleichsmaßnahme zu diesen Eingriffen wurde gleichzeitig ein gut 1 km langer Teilabschnitt der Leine renaturiert. Neben der Entfernung von Uferbefestigungen erfolgte die Erweiterung und Gestaltung des Abflussprofils verbunden mit der Schaffung von Kies- und Röhrichtflächen. Anpflanzungen von Bäumen sollen zur weiteren Strukturierung der Leineufer beitragen. Auch flussnahe Wege wurden erhöht und teilweise verlegt. So zeigt die Leine südlich der Brücke heute einen gewundenen Verlauf mit flachen Kiesbereichen aus denen auch eine Insel hervorgeht. Die Flussufer und die Insel sind üppig bewachsen. In großen Beständen überzieht die im Mai gelb blühende Wasser-Sumpfkresse weite Uferbereiche. In den Sommermonaten fallen besonders der Rohrkolben und das Schilf auf. An einigen Stellen wachsen erste Weiden- und Erlenbäume, die als Pionierbaumarten besonders schnell auf freien Flächen Fuß fassen können. Um das Abfließen eines eventuellen Hochwassers nicht zu behindern, müssen diese allerdings in regelmäßigen Abständen wieder entfernt werden.