Handlungsempfehlungen

Wir hoffen, dass Sie beim Besuch der 11 Stationen auch wissenswerte und interessante Informationen über schützenswerte Natur und die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft erhalten haben. An dieser Stelle möchten wir Ihnen noch einige Anregungen geben, was Sie in ihrem persönlichen Umfeld dazu beitragen können, um vielen Tieren und Pflanzen einen neuen (Über)-lebensraum zu bieten.

Wenn Sie BesitzerIn eines Gartens sind, haben Sie viele Möglichkeiten aktiv zu werden. Aber auch auf dem Balkon kann einiges für die Tierwelt getan werden.

  • Verzichten Sie in Ihrem Garten auf chemische Pflanzenschutzmittel.
    So töten z.B. Totalherbizide (Herbizid = Unkrautbekämpfungsmittel) nicht nur Pflanzen, sondern rauben Insekten und Vögeln auch die Blüten und Samen, die sie als wichtige Nahrungsquelle benötigen.
  • Pflanzen Sie heimische, blühende Sträucher und Bäume in Ihren Garten. Von den Blüten und Früchten ernähren sich viele Tiere.
  • Pflanzen mit gefüllten Blüten bieten Insekten in der Regel keine Pollen und keinen Nektar.
  • Gestalten Sie Ihren Garten bienen- und schmetterlingsfreundlich, indem sie heimische Blumen oder sogar eine Blumenwiese ansäen.
  • Durch das Aufstellen eines Insektenhotels bieten Sie v.a. den zahlreichen, oft bedrohten Wildbienenarten eine Nisthilfe.
  • Durch einen Gartenteich können Sie viele außergewöhnliche Tierarten wie z.B. Libellen, Wasserkäfer und Molche in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld ansiedeln. Doch bedenken Sie: Wer einer vielfältigen Tierwelt einen Lebensraum bieten möchte, muss auf Fischbesatz verzichten.

Jeder Mensch kann auch durch sein Konsumverhalten etwas dazu beitragen, dass  die Vielfalt an Wildtieren und –pflanzen auch für zukünftige Generationen bewahrt werden kann.

  • Kaufen Sie möglichst umweltfreundlich ein. Bevorzugen Sie ökologisch produzierte Lebensmittel. Der ökologische Landbau hat viele positive Wirkungen auf Natur, Mensch und Tier. Dazu zählen u.a. der Klima- und Bodenschutz, der Erhalt der Artenvielfalt und der Schutz der Kulturlandschaft.
  • Regionale und saisonale Produkte benötigen nur kurze Transportwege.
  • Vermeiden Sie Verpackungsmüll. Jährlich fallen in Deutschland über 17 Millionen Tonnen an, Tendenz steigend. So wird z.B. auch immer mehr Obst und Gemüse verpackt verkauft. Nutzen Sie die Möglichkeit, lose Ware zu erwerben
  • Verwenden Sie in Ihrem Garten und Balkon keinen Torf und diesen enthaltende Blumenerde. Der Torf hat sich über Jahrtausende in unseren Mooren gebildet. Durch seinen Abbau werden klimaschädliche Gase (CO2 und N2O) freigesetzt und besonders wertvolle Lebensräume für viele seltene Tiere und Pflanzen gehen verloren. Von dem jährlich in Deutschland verbrauchten Torf aus Mooren landet rund zweieinhalb Millionen Kubikmeter als Pflanzerde in Gärten und Blumenkästen. Durch den Kauf von torffreier Erde können Sie der Zerstörung unserer Moorlandschaften entgegenwirken.
  • Respektieren Sie Schutzgebiete und –ziele.